Serrahner Diakoniewerk gGmbH

Tageslosung & Lehrtext

für Donnerstag, 21. September 2017
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Suchtberatung/SOS

Allgemeines


Suchtberatung:

Etwa seit dem Jahr 2000 wird in Serrahn Suchtberatung als Teil des Hilfenetzwerkes angeboten.

Da sich die Beratungsstelle direkt in der SOS - Station befindet, ergibt sich für deren Mitarbeiter die gute Gelegenheit, insbesondere die Klienten, die in der SOS-Station untergekommen sind, intensiv kennenzulernen.  Das erleichtert die Antragstellung auf eine stationäre oder ambulante Entwöhnungsbehandlung sehr. Das zwingend notwendige Vertrauen zwischen Klienten und Beratern kann durch häufige Kontakte und gemeinsame Aktivitäten schneller aufgebaut werden. Hierzu trägt auch die strikte Einhaltung der Schweigepflicht durch die Suchtberater bei.

Informationen über die Klienten werden nur mit deren Einverständnis und auch nur im notwendigen Umfang für die Beantragung von Hilfe- oder Unterstützungsleistungen herausgegeben.

Angehörige aus dem Umfeld suchtkranker Menschen fühlen sich häufig hilflos und allein gelassen mit ihren Problemen, Ängsten und Sorgen: offensichtliche Vergeblichkeit der Hilfe-Bemühungen; zunehmende Mut- und Hoffnungslosigkeit; sich einstellende körperliche und/oder psychische Beschwerden; Drohungen und Kontrollverlust beim Suchtkranken, gegenseitiges Misstrauen, Geldsorgen, Aggressionen, Trennungsversuche.

Dies sind nur ein paar Beispiele für Schwierigkeiten, die meist ein Klima von Verzweiflung und Resignation zwischen dem Suchtkranken und den Angehörigen entstehen lassen. Auch hier können Gespräche in der Suchtberatungsstelle nützlich sein.

 

SOS-Station:

Manchmal muss suchtkranken Menschen schnell und wirklich unbürokratisch geholfen werden. Viele Hilfen werden jedoch erst nach langen Antragsverfahren genehmigt.

Wenn suchtkranke Menschen auf eine Therapie warten müssen, sind sie oft in ihrem gewohnten Umfeld durch Rückfälle während der Bearbeitung entsprechender Therapieanträge gefährdet. Dadurch steht eine beantragte oder bereits bewilligte Therapie in Frage.

Für solche Situationen bietet unsere SOS-Station eine vorläufige Lösung an:

Die SOS-Station ermöglicht suchtkranken Menschen, sich in einer geschützten Umgebung auf weitere Hilfen vorzubereiten. Es handelt sich hierbei nicht um eine Leistung nach dem Sozialgesetzbuch und es besteht auch kein Anspruch darauf. Jedoch bestehen enge Kontakte zum Hilfenetz in Mecklenburg-Vorpommern und darüber hinaus.

Die SOS-Station befindet sich im ehemaligen Serrahner Pfarrhaus. Hier begann 1971 die Sucht- und Gefährdetenhilfe in Serrahn.

Die Unterbringung erfolgt in 2- und 3-Bett-Zimmern. Eine persönliche Anmeldung ist vorher erforderlich.

Die Kosten für den Aufenthalt werden durch finanzielle Eigenbeteiligung im Rahmen des Leistungsvermögens und durch Spenden getragen. Wie auch in der Häuslichkeit notwendige Tätigkeiten zu verrichten sind, wird auch in der SOS-Station ein Mitwirken in der Hauswirtschaft sowie der Pflege der Außenanlagen vorausgesetzt.

Die Zustimmung eines Kostenträgers für die Aufnahme ist nicht notwendig.