Serrahner Diakoniewerk gGmbH

Tageslosung & Lehrtext

für Donnerstag, 21. September 2017
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Osteuropaarbeit

Allgemeines


Seit 2001 sind Martina und Heinz Nitzsche in der südostukrainischen Industriestadt Mariupol (500.000 Einwohner) mit der kontinuierlichen Hilfe für suchtkranke Menschen befasst.

Durch verschiedene Begegnungen vor und nach der politischen Wende wurde ihnen die Not vieler Menschen in der Ukraine sowie in Russland aufs Herz gelegt. Christliche Gemeinden vor Ort entdeckten erst allmählich ihre Verantwortung für diese Menschen am Rande der Gesellschaft. Durch den traditionell hohen Alkoholkonsum sowie die Verschlechterung der wirtschaftlichen und sozialen Situation nach dem Zerfall der Sowjetunion verelendeten weite Bevölkerungsteile in dieser Stadt. Selbst staatliche Hilfeeinrichtungen hatten kaum die notwendigsten Mittel, um eine menschenwürdige Hilfe anzubieten.

Deshalb beschloss der Serrahner Trägerverein Diakonisches Zentrum Serrahn e.V., im Jahr 2001 eine Suchtkrankenhilfe in der Ukraine aufzubauen und Ehepaar Nitzsche dorthin zu entsenden.

In Zusammenarbeit mit verschiedenen christlichen Gemeinden entstanden inzwischen 3 Anlaufstellen für suchtkranke und oft auch anderweitig beeinträchtigte Menschen. Gleichzeitig wird ihnen über die materielle und therapeutische Hilfe hinaus die Heilung der ganzen Person durch die Beziehung zu Jesus Christus angeboten.

Um dieser Hilfe eine staatlich akzeptierte Organisationsform zu geben, wurde das Blaue Kreuz Ukraine als eingetragener Verein gegründet. Dieser ist Mitglied im Internationalen Bund des Blauen Kreuzes (IBK) und wird von den Behörden der Stadt hoch geschätzt.

Im Laufe der Jahre wurde die Arbeit ausgeweitet: einheimische Mitarbeiter wurden beschäftigt, verschiedene Projekte initiiert, z.T. mit internationaler Unterstützung.

Derzeit liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Arbeit mit gefährdeten Kindern und Jugendlichen.

Überwiegend wird die Arbeit durch Spenden finanziert. Freiwillige Helfer und Praktikanten unterstützen vor Ort und beteiligen sich an der Entwicklung der Hilfen. Geld- und Sachspenden gelangen über das Serrahner Diakoniewerk nach Mariupol.